Bauhausfrauen

Gunta Stölzl & Benita Otte

Die kommerzielle Etage.

Hier das Jahr 1926. Wie Sie sehen, hat sich viel verändert. Das Bauhaus ist nach Dessau gezogen. Die Esoterik hat man über Bord geworfen. Das neue Lernziel heißt: Industriedesign.

Stockwerk 3. Third Floor. Kommerzielle Etage.

Hier das Jahr 1926. Wie Sie sehen, hat sich viel verändert. Das Bauhaus ist von Weimar nach Dessau gezogen. Nicht ganz freiwillig, aber das neue Gebäude ist der Hammer. Gropius hat es entworfen. Alles ist geometrisch. Alles ist form follows function. Genau nach der Programmatik der Schule. Aber auch die hat sich gewandelt. Die Esoterik hat man über Bord geworfen. Die Farbe Blau wird schon lange nicht mehr getanzt. Das neue Lernziel heißt: Industriedesign.

Der Schule geht es nun um Produktion für die Masse,
Und das gilt jetzt auch für die Webeklasse.
Die Freiheit des Anfangs engt sich immer mehr ein,
Benita erkennt, hier passt sie nicht rein
und deswegen geht sie nach Giebichenstein.

Gunta bleibt ihr in alter Freundschaft verbunden.
Doch sie selbst hat sich im neuen Kurs eingefunden.
Die Produktionsidee entfacht bei ihr Feuer,
Sie baut an Stahlrohrstühlen mit Marcel Breuer
Und schafft das, was bisher so gar nicht ging:
Sie wird erste richtige Werkmeisterin.

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Gunta Stölzl & Benita Otte. Die kommerzielle Etage. Sandruschka 2018

Mehr über Benita Otte gibt’s auf fembio.org. Über Gunta Stölzl spricht ihre Tochter Marion auf bauhaus-dessau.de.